Mercedes-Benz 290 – 1937
Eigentümer:
Cășuneanu Costel


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+40727/227100


Auto-Geschichte:


Der Mercedes 290 schloss ab 1933 die Lückein der großbürgerlichen Dreiliter-Klasse, die nach dem Auslauf der Typen Stuttgart und Mannheim entstanden war. Die konservativ gestaltete Limousine trieb der vom Typ 260 bekannte, nun weiterentwickelte Sechzylinder mit zunächst 60, später 68 PS aus 2,9 Liter Hubraum an. Sein Rahmenaufbau und die moderne Einelradaufhängung lehnten sich konstruktiv an den kleineren Typ 200 an. Umfassende Auswahl bot die große Zahl von 16 Aufbauten: Vom Roadster über verschiedene Cabrios bis hin Pullman-Limousine reichte die Artenvielfalt der Baureihe. Dagegen mangelte es dem 290 etwas an Temperament: So quälte sich die 68-PS-Limousine in 27 Sekunden auf 80 Stundenkilometer. 

Das besserte sich erst 1937 mit dem Nachfolger-Typ, dem Mercedes 320. Als er bei Kienle Automobiltechnik im Jahr 2002 auf den Hof rollte, war von seiner einstigen Pracht nicht mehr vielübrig: Der Mercedes-Benz 290 Roadster holperle zwar nahezu vollständig, aber arg ramponiert in die Werkstatt. Knapp drei Jahre später absolvierte er seine Jungfernfahrt: perfekt restauriert und in mindestens so gutem Zustand wie bei seiner Auslieferung im Jahr 1936. 

Mercedes-Benz 290-Spezialist Klaus Sigloch, Typreferent für diesen Wagentyp im Mercedes-Benz Veteranen-Club, hebt anerkennend die Augenbrauen: „Nach offiziellen Angaben sind nur zwei Roadster des Typs 290 im Werk gebaut worden. Das bei Kienle Automobiltechnik restaurierte Exemplar hat eine lückenlos dokumentierte Historie. Er ist somit einer der beiden heute bekannten echten, nachweislich im Werk karossierten 290 Roadster. Neben diesen beiden gibt es eine ganze Reihe bei Karosseriebauern gefertigte Roadster und Nachbauten auf 290-Basis”. 

Silbergrau „fischsilber“, lackiert verließ der Roadster das Daimler-Benz Werk, wurde bei seiner gründlichen Kienle-Restaurierung auf Wunsch seines jetzigen Besitzers in schwarz und rot lackiert und erhielt eine beigefarbene Innenausstattung. Er zähll zu den absoluten Raritäten in der Oldie-Szene: Es gibt vermutlich zehn Mal so viele 500 K und 540 K Spezial-Roadster und zum Spezial-Roadster umgebaute Kompressor-Mercedes wie echte 290 Roadster. Genau 16 verschiedene Karosserievarianten führte der Verkaufsprospekt des Jahres 1936 aufkein anderer mercedes-Personenwagen bot in jener Zeit einen solchen üppigen Variantenreichtum. Dazu gab es ihn ab Oktobrr 1934 in zwei unterschiedlichen Radständen: Die ab Februar 1933 gebaute Normalversion hat einen Radstand von 2.880 Millimeter, die Langversion bringt es auf stotze 3.300 Millimeter. 

Der 290er trägt seine Roadster-Karosserie-wie auch der zweile im Werk karossierte Roadster – auf dem Langchassis. Das erlaubte den Daimler-Benz Karosserie-Gestaltern, eine extrem langgestreckte Roadster-Karosserie zu kreieren und zudem hinter den beiden Vordersitzen noch eine aufklappbare Zusatzsitzbank, den sogenannten „Schwiegermuttersitz“ unterzubringen. Wer jedoch mit der Bezeichnung Roadster Sportwagen ähnilche Fahrleistungen erwartet, sieht sich beim Mercedes-Benz 290 getäuscht: Die 68 PS des seitengesteuerten Motors können angesichts des Leergewichts von rund 1.800 kilogramm keine Wunderdinge vollbingen . Ein zeitgenössischer Testbericht 80 km/ in 27 Sekunden allenfalls durchschnittliches Temperament. Gepflegtes Reisen und Autofahren als Genuss in elegantem Ambiente ist angesagt.
 

Motor / Antrieb
Typ
Sechzylinder (Reihe)
Position Motor / Traktion
Front/Heck
Hubraum in cm 3
2847
Leistung in PS bei U / min
60 bei 3200
Maximale Geschwindigkeit Km/h
105
Körper
Typ
Limousine (4-türig), Cabriolet, Roadster
Structure
Kastenrahmen
Zeug
Stahlblech
Anzahl der produzierten Autos und Marktsituation
Anzahl der produzierten Autos
7495
Verfügbarkeit
Schlecht
Teileverfügbarkeit
Schwierig
Wartungskosten
Hoch





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