Porsche 356 Coupé – 1952
Eigentümer:
Cășuneanu Costel
Auto-Geschichte:
Noch von der Serienherstellung des im März 1949 offiziell vorgestellten Porsche 356 entstanden in Gmünd/Österreich 23 Aluminium-Coupés und 23 Fahrgestelle für Cabrio-Karosserien. Ab April 1950 wurde in Stuttgart-Zuffenhausen das 1100 Coupé, wenig später auch das Cabriolet gefertigt. Sie kosteten 10.200 und 12.200 Mark. Im nächsten Jahr folgte der stärkere 1300-cm3-Motor – zum gleichen Preis.
Mitte 1952 ging die ungeteilte, geknickte Frontscheibe in Serie, ab Oktober sind die Wagen acht Zentimeter länger und haben größere Bremsen. Der Zusatz Super bei den Modellen der Jahre 1953 bis 55 kennzeichnet Motoreb mit mehr Leistung. Die erste Speedster-Generation ab September 1954 kostete 13.300 Mark.
Noch bevor Professor Ferdinand Porsche Mitte 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, hatte bereits sein Sohn Ferry mit den Mitarbeitern den Bau des Sportwagens 356 begonnen. Das Projekt 356" hatte einen Gitterrohrrahmen und eine Aluminiumkarosserie. In seiner aerodynamisch günstigen Linienführung erinnerte der Wagen an die rennsportlichen Berlin-Rom-Wagen. Die ersten mechanischen Aggregate stammten vom KdF-alias Volkswagen. Der am 8. Juni 1948 fertiggestellte Prototyp besaß somit einen 1.131 ccm 4 Zylinder-Boxermotor. Trotz seiner relativ bescheidenen Leistung von 40 PS bei 4.000/min brachte er es bereits auf 130 km/h. Sensationell war dabei vorallem die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Mittelmotorwagen handelte.
Die Serien-Porsche besaßen dann allerdings einen Heckmotor, sowie eine selbsttragende Karosserie. Nach bereits zwei Baureihen, fünf Karosserievarianten und sieben Motorversionen präsentierte Porsche 1959 den 356 B. Das Modell B unterschied sich äußerlich durch höher liegende Scheinwerfer und Stoßstangen, eine geänderte Gürtellinie, sowie kleinerer Details. Das Spitzenmodell dieser Baureihe war zunächst der 356 B Super 90. Dieser erreichte mit seinen 90 PS nahezu die Fahrleistungen des 356 A Carrera 1500 GS. Den Schlußpunkt setzte dann die 356SC Serie, die mit 95 kräftigen PS die Serie abrunden sollte und seinem Fahrer eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h versprach.
Dieser Porsche 356 aus 1952 ist ein frühes Vorserien-Modell und gehört damit zu den ganz besonders beliebten Fahrzeugen mit der „Knickscheibe“. Damit ist die in der Mitte an einem Stück gefertigte – aber schon damals als Formglas in der Mitte abgeknickte Windschutzscheibe gemeint. Dies war ein großer Fortschritt gegenüber der bis zu dieser Zeit geteilten Windschutzscheibe mit einem Mittelsteg. Das Fahrzeug ist auch noch mit dem Original Telefunken Tastenradio ausgestattet.
Dieser Wagen wurde von dem rennomierten Porsche Classic Spezialisten „Thanner“ in der Schweiz sehr aufwändig restauriert. Die Kosten für diese Restaurierung lagen nach den uns voliegenden Rechnungen bei weit über 200.000 Schweizer Franken, was derzeit über 150.000 Euro darstellt. Er gehört sicher nicht zu den billigen oder günstigen Fahrzeugen auf dem Markt, aber wer diesen Wagen gesehen hat, wird sich über den Preis keine Gedanken machen. Ein besonderen Wagen in einem perfekten Zustand. Die Arbeiten sind mit vielen Fotos dokumentiert und die Geschichte ist ebenfalls nachvollziehbar aufgeklärt. Ein Fahrzeug für den Kenner, das übrigens auch in den Auflistungen der Mille Miglia fähligen Fahrzeuge zu finden ist.
Motor / Antrieb
Position Motor / Traktion
~NT`Spate/Spate`~
Leistung in PS bei U / min
40 bei 4000 bis 70 bei 5000
Maximale Geschwindigkeit Km/h
140 bis 175
Körper
Typ
Coupé, Cabriolet, Speedster
Anzahl der produzierten Autos und Marktsituation
Anzahl der produzierten Autos
7627
Teileverfügbarkeit
Ausreichend
Wartungskosten
Durchschnitt